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 zur Hochzeit von Jochen und Daniela Liebes Brautpaar, liebe Angehörige, liebe Gäste!  Es ist für mich nicht einfach, an so einem bedeutungsvollen Tag die passenden Worte zu finden und sie dann auch noch vor so vielen Leuten richtig zu formulieren. Ich hätte es mir auch einfach machen können und sagen: Ich wünsche Euch allen einen schönen Tag und erhebe mein Glas, und so weiter, und so weiter… Aber dann habe ich mir überlegt - und dazu hatte ich ja in den letzten Wochen genügend Zeit, - eigentlich solltest du schon etwas sagen, das auch wirklich einen Sinn hat und Ihr Euch auch irgend wann einmal daran erinnert, wenn es Tage geben sollte, die nicht so schön und freudig sind, wie der heutige. Wie einige von Euch vielleicht wissen, baue ich sehr gerne! – Also lag es ja ziemlich nahe, Eure junge Ehe mit einem Neubau zu vergleichen.- Bevor ich also mit meinem Bau beginne, suche ich mir erst einmal einen geeigneten Bauplatz oder Baugrund, auf den ich mein Gebäude errichten will. Das ist wichtig, ja ich würde sagen, sogar das wichtigste überhaupt, denn schließlich soll er ja das Bauwerk ein Leben lang tragen! Deshalb sollte es ein Grund sein, der weder sandig, noch weich, noch schlammig ist, sondern er muss hart, fest und stark sein. Dieser Untergrund für Euren Neubau, - sprich Ehe, kann also nur die Liebe sein, denn nur auf die Liebe kann man bauen. Nach dem Ihr ja nun schon etwa 13 Jahre danach gesucht habt, habt Ihr ja nun endlich den richtigen Baugrund gefunden und auch bereits mit dem Bau begonnen. Aber nicht nur der Baugrund alleine ist für die Festigkeit und Sicherheit eines Neubaus von Bedeutung, sondern es bedarf dafür noch vier starke und feste Mauern, oder Säulen, die das ganze Gebäude einmal tragen und Schutz und Sicherheit für ein ganzes Leben geben soll. Diese vier Mauern, oder Säulen sollten nach meiner Meinung in eurer Ehe, Ehrlichkeit, Treue, Vertrauen und gegenseitige Achtung vor einander sein. Denn nur auf Ehrlichkeit lässt sich ein Bau errichten, der ein Leben lang halten soll, alles was auf eine Lüge aufgebaut wird, wird früher oder später wie ein Kartenhaus zusammen fallen, es wird keinen Bestand haben. Genau so ist es mit der Treue, obwohl sie heute vielleicht nicht mehr den Stellenwert hat, wie zu unserer Zeit, so glaube ich immer noch, das sie eine starke und feste Mauer oder Säule in Euer Ehe sein sollte. Das gleiche gilt für das Vertrauen, denn wo immer zwei Menschen etwas erreichen oder erschaffen wollen, müssen sie sich voll und ganz auf einander verlassen können. Wo dieses Vertrauen fehlt, können wir uns nicht auf das wesentliche konzentrieren, Zweifel und Misstrauen werden die Folge sein. Die vierte und letzte Mauer oder Säule wird vielleicht von vielen nicht als solche erkannt und er würde sie vielleicht etwas höher im Gebälk einbauen, wo sie nicht solche entscheidende Rolle spielt, aber ich glaube schon, das die gegenseitige Achtung vor dem Partner eine Mauer sein sollte. Nur in einem Haus, wo diese Säule zum tragen kommt, kann Behaglichkeit, Friede und Wärme sich breit machen und ein zusammenleben erst ermöglichen. Natürlich kann, oder wird wohl auch die eine oder andere Mauer oder Säule einmal Risse oder Beschädigungen erleiden, aber so lange die anderen Mauern noch stark und fest sind, wird sich jeder Schaden wieder beheben lassen, ohne dass das Gebäude gleich einstürzt. Deshalb ist es wichtig, diese Mauern oder Säulen immer im Auge zu behalten, um alle auftretenden Beschädigungen sofort zu reparieren, bevor es zu einem größeren Schaden kommt. Deshalb wünschen wir Euch von Herzen für euern Neubau, sprich „neue Ehe“, einen festen Untergrund und vier starke Mauern, die allen Gefahren des Lebens von innen und außen widerstehen und Euer „Neubau“ ein ganzes Leben lang hält. Und nun wünsche ich Euch doch noch einen schönen Tag und gute Unterhaltung. Nun lasst uns gemeinsam auf das Brautpaar anstoßen! – Prost! -------------- -----------------
Zur Verlobung 
Von Olaf und Regina 
Als verlobte grüßen heute, Euch und alle Welt mit Stolz – zwei verliebte junge Leute, - aus noch zartem, süßem Holz. –  Olaf, Mittelsproß der Triebe, von dem Ahnen – Stamme Diehr, - der verwurzelt fest im Leben, an dem Neckarstrand wie wir. –  Mit Regina, - jüngste Tochter, aus dem Baumann – Mädelhaus, - die mit Scharm, Figur und Schönheit, stach die Konkurrenten aus.  Sie versprechen sich für heute, und wenn‘s klappt, - für alle Zeit, - mit dem Siegel goldner Ringe, das ein jedes Herz erfreut.  Heut gelobt Ihr ewige Liebe, unbekümmert, frank und frei, - das die Zeit, die Euch verbindet , Euere aller schönste sei.  Händchen halten und sich küssen, schmusen, streicheln und so fort, - tief sich in die Augen blicken, ständig und an jedem Ort.  Doch dies ist die Zeit der Probe, die Euch zur Verfügung steht, - das Ihr seht wie es im Leben, später einmal mit Euch geht.  Auch für uns, die Eltern - Paare, die wir stolz den Tag begehen, - ist das Bündnis Euerer Liebe, auch mit weh im Herz zu sehen.  Das Ihr ewig so wie heute, glücklich Euere Zeit verbringt - und das hohe Lied der Liebe, noch in späten Jahren singt ! –  Dieses wünschen wir Euch heute , alle, die wir Zeugen sind, - wir die Eltern und Geschwister, bis hinab zum letzten Kind ! –  Nun laßt uns den Schritt besiegeln - und erhebt das Glas zum Trost, das verlobte Paar soll leben, - darauf laßt uns trinken , - PROST ! - (Autor: D. D.) M. den 19.02.1989 ------------------ -------------------  Für Papa zum 40. Geburtstag ! 
Ich gratulier Dir heut von Herzen, weil Du Geburtstag hast, - Papa ! – für Dich da brennen 40 Kerzen - und alle Freunde sind heut da ! Ich weiß, es ist nun mal so Sitte – das ich Dir auch was schenken soll, denn jeder hier aus dieser Mitte tat es bestimmt ganz wundervoll ! – Ich überlegte, - grübel, - grübel ! Was schenke ich Dir heute bloß, denn schließlich ist doch mein Vermögen – nun auch nicht grad so riesen groß ! – Also, so dacht ich, - schenk ich Dir, damit Du stets was von mir hast – das nicht zu groß und nicht zu schwer und trotzdem irgend wie noch paßt ! – Man kann’s nicht kaufen, nicht bestellen - und auch der ALDI hat es nicht – beim Baumarkt wirst Du‘s auch nicht kriegen, und selbst bei EBAY find‘st Du’s nicht ! – Man kann’s nicht essen, kann’s nicht trinken – auch wächst es nicht vor unser Tür, Du kannst es also nie erreichen – außer Du kriegst es heut von mir !- Darum schenk ich Dir jetzt dies Päckchen, auf das ich Deinen Namen schrieb, – das jedesmal, wenn Du’s betrachtest, Dir sagen soll : Ich hab Dich lieb ! M., den 6.4.2006 ------------------------ ----------------------- Meinem Papa zum 40. Geburtstag !  Ich möchte Dir heut gratulieren und somit Deinen Tag verzieren – denn mit der 40 im Gepäck, - brauchst Du jetzt Trost aus jedem Eck ! – Doch nimm es leicht, denk mal zurück, - Vor 13 Jahren, - welch ein Glück, – da war’n die Karten längst gemischt – bis man mich aus dem Teich gefischt. – Acht Tage mußt ich noch verharren, - mußt kräftig mit den Hufen scharren – und meine Ungeduld war groß, - ich dachte mir, - wo land ich bloß ? - Dann sah ich Dich, - noch jung und klar, - und gerad‘ erst 27 Jahr ! – da wußt ich gleich, - das war mir klar – was ich hier seh‘, - ist mein Papa ! – Die Mutter, - die ich längst genossen, - die Freudenstränen war’n verflossen, - da wuste ich, - hab ich ein Glück, - hier halt ich’s aus, – ein ganzes Stück ! – Deshalb möchte ich Dir heute sagen, ich kann nicht murren, kann nicht klagen, - möchte Euch nur danken für mein Leben – und wünsch mir, das wir so wie heut, in 40 Jahren voller Freud, - gemeinsam einen heben ! – M., den 6.4.2006 ------------------ ------------------- Meiner Frau Ingrid zum 67. Geburtstag  ========================================== Ich wünsche Dir heute, - mein Schatz, - nur das Beste, - Gesundheit und Freude und das Haus voller Gäste ! – Friede, Gesundheit, ein paar Cent in der Tasche, - stets ein Beutel voll Wolle, - für‘ ne luftige Masche. Ich wünsch, dass Dein Lachen Dich ständig begleitet – und das Leben Dir fröhliche Stunden bereitet! - Das Du frei bist von Sorgen, von Leid und von Schmerzen – und Frohsinn bewahrst - und jung bleibst im Herzen! – Ich wünsche Dir Nächte, - die Dich ausruhen lassen, damit Du morgens schmerzfrei, - das Bett kannst verlassen! - Ich wünsch Dir beim Kreuzwort, manch geistige Blitze - und vom künftigen Lotto, mal `ne richtige Spritze! - Ich wünsch, dass Dein Essen mir weiterhin schmeckt - und das ich vom Pudding den Topf noch ausleck, - ein Paar Stöcke fürs Walking, - die nicht mehr so nerven - und für die Zukunft neue Gläser, - um die Augen zu schärfen! - Ich wünsch, das die Zähne, - die Dich heute noch plagen, - auch beim Bis in der Zukunft, nicht gänzlich versagen! – Ich wünsch, das die Kleider, - die Dir heute noch passen, - wir auch in der Zukunft, - nicht ändern lassen! – Ich wünsch Dir fürs Alter, - die Kraft der zwei Herzen – und auf Tisch und am Fenster, - ein paar wärmende Kerzen ! – Ich wünsch, das wir beide unsere Liebe bewahren, - uns achten und schätzen und den Hausfrieden wahren! – Ich wünsch, das wir immer uns alles können sagen – und nie einen Streit in die Nacht hinein tragen! – Ich wünsche Dir heute, - alles Glück dieser Welt, - eine Hand die dich schützt - und ein Arm der Dich hält, - steht’s ein Dach über‘m Kopf - und ein Bett für die Nacht – und einen schützenden Engel, der über Dir wacht ! – Dieses und noch vieles mehr, wünscht Dir Dein Mann. -------------  -------------- Jochen zum 23. Geburtstag  Heute steht im hellen Licht, Jochen, - der "Herr Bippelich" - zwar der jüngste aus der Sippe, - doch bei Leibe kein Gerippe ! - Nicht für Mutter nur alleine, bleibst für immer Du der "Kleine" - wo doch jeder sehen kann, - Du bist schließlich schon ein Mann ! - Wo ist nur die Zeit geblieben, als ins Stammbuch wurd geschrieben ! - 10.11., Jochen Diehr - 9. Vers, - Tobias 4 ! - Wer denkt noch an all die Sparten, an die Zeit im Kindergarten, - an die Schule, - an die Lehre, - an die Rodelzeit, - die schwere ! - An die Stürze, - all die kleinen, - an die Schmerzen in den Beinen, - an die Masern, an die Spange, - an die Kinderzeit, - die lange ! - An die Tatze, - die verbrante - und die "Kindergarten - Tante", - an die Susi und Coxhaven - und die Fahrt durch England's - Hafen ! - Von denTränen in den Kissen, - von denen Eltern nicht viel wissen, - von der Holland - Abschlußfahrt, - von dem ersten Küßchen - zart ! - Von dem vielen Schlittschuh laufen, - von der Lippe, - die vom Saufen, - von Frau Berg, - mit ihren Stunden - und den vielen Fahrradstunden ! - Denkst Du noch an den Kadett - und die erste Nacht im Bett, - an den Tanzkurs, - der so schwer - und die Zeit der Bundeswehr ! - An die Aufsätz in der Schul - und der Stress dann mit dem "Buhl", - an' Laterne geh'n, - im dunkel - und die vielen Zollberg - Kumpel ! - Alles das - und noch viel mehr, - prägte nun Dein Leben sehr - und wer weiß - und kann es sagen, - mußt Du alles noch ertragen ! - Doch mit 23 Jahren, - wird ein jeder von uns sagen, - bist Du Schmied von Deinem Glück, - wenigstens ein großes Stück ! - Das Gesundheit, Liebe Glück, - Dich begleiten noch ein Stück, - wünsch ich Dir, am heut'gen Tag, nun von Herzen, - ohne Frag ! - Auch wenn wir uns einmal streiten, - schwere Stunden uns bereiten, - bleibst Du doch, - auch ohne Hohn, - immer noch für mich - mein Sohn ! - Das es lange noch so bleibt, - auch wenn manches uns noch reibt, - sag zum Schluß, - ich mein's nicht schlecht, - "Daddy Buhl", hat immer Recht ! - Von Deinem Vater ! M. den 10.11.1994 -------- ------- Meiner Frau zum 20. Hochzeitstag 
Vor 20 Jahren lieber Schatz , -ich weiß es noch wie heute, da standen wir vor'm Traualtar und wurden Eheleute !
Du ganz in Weiß - und ich nervös - und beide jung an Jahren, zwar ohne Nest und ohne Geld, - doch voller Glück und Haaren ! -  Nicht Doppelbett noch Hochzeitsnacht, - hat uns der Tag beschieden - zwar waren wir jetzt Mann und Frau, - doch schliefen, - wie geschieden ! -
So suchten und so fanden wir, - bedrängt von starken Wehen - vier Wände, - ganz für uns allein - wer kann das wohl verstehen? -
Wie plagten und wie sparten wir , - in diesen ersten Jahren - und was an Tränen hier verfloß, - wird nie ein Mensch erfahren ! -
Doch wenn man liebt und sich versteht, kann vielem man entsagen - gemeinsam ließ die schwere Last sich gerade noch ertragen.  So zogen Jahr für Jahr in's Land, - bis größer ward die Sippe - und pünklich jedes sechste Jahr - schrie etwas in der Krippe ! -
Auch wenn ich es nicht fassen konnt, - Du schenktest mir drei Knaben - und meinen Wunsch vom Töchterlein den konnt ich schnell begraben ! -  Nun sind sie aus dem gröbsten raus, - ziehn selbst schon ihre Bahnen, - doch was in dieser Zeit geschah - das läßt sich nur erahnen ! -
Drum dank ich Dir an diesem Tag, - für zwanzig Jahre Treue - und wünsche dass uns dieser Tag noch manches Jahr erfreue ! - Von Deinem Mann Dieter 29.05.1979 ---------------------- --------------------
Die Blume Wie kostbar ist der Blume Pracht, die uns erblüht in Winternacht, - in der die Welt so grau und leer, in Haus und Garten rings umher. Schenkt sie uns Freude Tag für Tag, belebt den Raum von früh bis spat und opfert sich mit voller Blüte, - beweist uns ihre große Güte. Doch einst erlischt der Blume Pracht – Und tausend andere sind erwacht, die blühen stolz und duften sehr, verwirren alles um uns her. Nun lässt der Dank sich bald erkennen, wird man sich von der Blume trennen? Wird man sie weiterhin behüten, bis das sie steht in neuen Blüten? Wir werden die Blume nicht verstoßen, trotz süßem Duft der stolzen Rosen, sollt sie als Blume auch veralten, - den Stammplatz wird sie stets behalten. Diese Zeilen schrieb ich meiner Mutter Zu ihrem Geburtstag im Jahre 1963 ( Autor D. D. ) ----------------- --------------  Meiner Frau Ingrid zur Goldenen Hochzeit 18250 Tage, - ja, - so lange ist es her – als man stellte uns die Frage – wollt ihr beide wirklich mehr? – Ja wir wollten, - weil wir mussten – und die Heimat doch so weit, - waren wir mit Gottes Segen - für das Ja – Wort auch bereit. Nie werd ich den Tag vergessen – nie den Tag als ich Dich sah, - und noch manche andere Tage was in dieser Zeit geschah. – Zählt man jetzt auch noch die Stunden – die ein Tag so schnell verschlingt - und die endlos langen Nächte – die man schlaflos so verbringt! – Dann erst lässt es sich ermessen welche Kraft uns je verband – denn nur Liebe und auch Treue knüpfen so ein festes Band! – Darum möcht ich Dir heut’ danken – für die endlos lange Zeit – die Du treu an meiner Seite ohne Klagen hast verweilt – Zufriedenheit war steht’s Dein Leben, - Ehrlichkeit Dein großes Plus – Treue, - brauchtest Du nicht schwören – sie war steht’s für Dich ein Muss! – Krankheit, - Freude, - Leid und Schmerzen, - hielt man stets für uns bereit – nichts von allem konnte uns trennen – weder Angst, noch Not, noch Streit! – Trotz der Steine auf den Wegen – und den Dornen hier und da sahen wir auch Blumen blühen – und auch das war wunderbar! Auch die Kinder, gut – nur Söhne, - wuchsen und gediehen gut, so sind alle was geworden – davor ziehe ich den Hut! Dein Verdienst, - das mein ich ehrlich, trug allein nur dazu bei – dass wir heute sorglos schlafen, ist uns nicht ganz einerlei! – Jedes Kind trägt unsere Gene, - keines ist dem Anderen gleich, doch das Erbgut dass sie tragen, - machen sie besonders reich! – Glück, - so dachten wir doch immer – sei uns beiden nie vergönnt – doch betrachten wir es heute, - war doch alles ein Geschenk! – Schätze konnte ich Dir nie bieten – und auch keine Rosen streuen, - dass ich immer für Dich da bin, - daran sollst Du Dich erfreuen! – Jeder Tag und jede Stunde, - jedes lächeln, - jeder Blick – waren für mich all die Jahre immer wieder wahres Glück! - Was auch kommt – und uns erwartet – und noch hält für uns bereit – dass es liegt in Gottes Händen, soll für uns zum Troste sein. – Immer werde ich Dich lieben – und Dich schützen vor Gefahr, - soweit es liegt in meinen Händen, - bin ich immer für Dich da! – Doch nun lasst uns fröhlich feiern, - so wie es sich heut gebührt, - auf die nächsten 50 Jahre, - bis man uns dann wieder kürt! - von Deinem Mann Dieter M. den 29.05.2009 
Meiner Frau Ingrid zum 60. Geburtstag Wer 60 Jahr auf dieser Erd’, - erst kriecht, dann läuft und dann erst fährt – dazu, wenn man es richtig nimmt – schon lange über Wasser schwimmt. – Dem sei an diesem Tag vergönnt, das man ihn auch beim Namen nennt – denn wer die 60ger hat erklommen, - wird von mir auf den Arm genommen! – Heut bist es Du, - mein lieber Schatz, dem diese Ehr gebührt, - denn heute bist Du 60 Jahr und hast dich gut geführt! – Nicht jeder, der Dich heute ehrt, kennt auch Dein rechten Namen, - den Du mit Stolz vom Vater her - rund 18 Jahr durftest tragen! – Spalensky, Ingrid – rief man Dich, so lernte ich Dich kennen – und als ein Ring uns dann verband, - durftest Du „Frau Diehr“ Dich nennen! – Doch halt, - wo bleibt die Jugendzeit, soll ich sie unterschlagen? – Nein, - sie gehört nun mal dazu – und hat meist viel zu sagen! – Von Deiner Kindheit – tut mir leid, kann ich nicht viel berichten – doch manches trug man mir schon zu, - den Rest tu ich halt dichten! – So hattest Du Dein eignen Kopf, bereits als kleine Rübe, - was Du nicht wolltest, - tatst Du nicht – drum setzte es auch Hiebe! – Doch stecktest Du nicht alles ein, - von diesen schweren Schmerzen – der Uschi gabst Du dann den Rest – und das von ganzen Herzen! – Das Strickzeug und die Flickerei, - war schon als Kind Dein Febel – drum trag ich Socken, - selbst gestrickt – bei Sonne oder Nebel! – Prinzessin, - warst Du schon als Kind, - im Varchentiner Schloss – Dein Thron – „die Kiste“ ganz aus Holz – und Du der kleine Boss! – Jedoch der Alltag – wie man weiß, - sieht meistens anders aus – erst kam die Schule, dann das Holz – und dann die Gänse raus! – So wuchs die „Wulle“ Jahr für Jahr – und wurde rund und glatt, - der Krause Opa – fühlt den Kropf, - weh Euch, - sie ist nicht satt! – Ja satt sein, - das ist ein Gefühl, was Du nicht immer kanntest – so das Du Kilometer weit für ein Stück Brot noch ranntest! – Mit Uschi, Kurt sowie auch Gert, - als Deine Wegbegleiter – stiegst Du empor – der Kinderzeit, auf Deiner Lebensleiter! – Nun kam noch Werner Hess ins Spiel, - oh Gott – welch großer Name – ruck-zuck, warst Du die Zöpfe los, - warst jetzt eine junge Dame! – Ihr meint, das ist ein alter Zopf, - aus längst vergangenen Tagen – ihr irrt, - hier hab ich den Beweis, - ich könnt sie selbst noch tragen! – Bei Stoll’s im Haushalt kochtest Du – und machtest brav die Betten, - doch das „Mariechen“ passte auf – ich glaub sie wollt Dich retten! – Doch wenn der Trieb dann stärker wird, - bei Mädchen oder Knaben – da gibt es, - glaub ich, - irgendwas – das muss man einfach haben! – In dieser Phase trafst Du mich, - ein Glückstag – könnt man sagen – und beide aus der DDR, - das muss doch Früchte tragen! – Das tat es auch, - wie Ihr mich kennt, - ich weiß – Ihr wird jetzt lachen – doch erst kam ich – und dann kamst Du – und dann kam das Erwachen! – Die Ringe waren schnell gekauft, - der Pfarrer gab den Segen – so haben wir uns halt getraut – und mussten damit leben! – Der Hans der pochte auch bald an, - wollt keine Ruh mehr geben – was soll man schon dagegen tun? – Das kannste halt nicht heben! – Dann brannten wir noch schnell mal aus, - na gut – was ist das schon – denn schließlich ging ja alles glatt, - für uns – und unseren Sohn! – Sechs Jahre zogen dann ins Land, - da sagtest Du ganz leis’ – ich glaub, - Du hast nicht aufgepasst – jetzt haben wir den Scheiß! – Du hattest Recht, - was sitzt, das sitzt, - das hab ich schon gewusst – und als der Olaf endlich schrie – verging mir schnell die Lust! – Wir zogen um, - das musste sein, - wir brauchten Raum und Platz – und neue Betten mussten her – für uns als Tummelplatz! – Ja, fleißig warst Du immer schon, - das kann ich Stolz hier sagen – Du gingst mit Freude ins Geschäft und tatst Dein Sohn noch tragen! – Du putztest auch die Bäckerei, - mit Teig – und Knetmaschinen – es gab dafür zwar nicht viel Lohn – doch Wespen gab’s und Bienen! – Bei Stoll’s, da lerntest Du den Dreh- - was Schwaben gerne essen – und weil Du da schön aufgepasst – hast Du auch nichts vergessen! – Die Zollberg-Küche suchte Leut’, - das kam Dir wie gerufen – doch als es unerträglich wurd’ – tatst Du das weite suchen! – So stiegst Du eine Treppe auf, - spülst weder glas noch Tassen – jetzt putzt Du Ärsche – tausendfach – und das von allen Rassen! – Ein Jahr lang möchtest Du jetzt noch, - ich kann das nur begrüßen – so hab ich jetzt noch ein Jahr Zeit, - die Rente zu genießen! – Auch zwischendrin warst Du aktiv – und wollst es einfach wissen, - Du machtest brav den Führerschein und möchtest ihn nicht mehr missen! – Inzwischen war die Zeit wohl reif, - wie konnte das nur geschehen – ich hab doch immer aufgepasst – und trotzdem hast Du Wehen? – OK – ich weiß – ich bin dran Schuld, - das sagst Du schon seit Wochen – und dann in Ruit – da sahen wir „Sie“, - die „Tochter“, - namens Jochen! – Und Krankheiten – da fällt mir ein, - hattest Du sie nicht schon alle? – Denn schließlich, - denk ich so zurück – lagst Du nur in der Falle! – Die Ärzte lachten, freuten sich – und schwenkten stolz die Schere, - ich glaub, - sie sind jetzt – außer uns, - wohl alle Millionäre! – Blinddarm, Lunge, Kaiserschnitt, - leichtes ziehen, links im Schritt – Baker-Zysten, Überbeine – Hochpolierte Gallensteine! – Leistenbruch und Lungenleiden, - Krampfadern an beiden Beinen – Kniespieglung – Meniskusschaden – leichtes ziehen in den Waden! Zahnausfall, Gedächtnisschwund, - rote Flecke dick und rund, - Bandscheiben total verschlissen – von der Hos’, - will ich nichts wissen! – Frauenleiden, Gürtelrose, - ständig Schmerzen an der Dose – und die Katzenallergie, - macht den ganzen Körper hie! –
Hämorrhoiden die recht jucken, - Schmerz im Rücken – meist beim bucken- Haare, - die total ergrauen, - Augen – die durch Gläser schauen! – Das Gewicht – da muss ich passen, - kann man grad’ so springen lassen – wenn ich da noch kritisier – schlaf ich morgen vor der Tür! – Doch Du hast auch gute Seiten, - das möchte ich auch nicht bestreiten – die ich mag und die ich kenn – die ich Dir auch gerne nenn! – Du bist sauber, schön und treu, - kochst so gut – dass ich mich freu – bist verlässlich und bescheiden – das kann ich an Dir gut leiden! – Du bist ehrlich, - nicht verlogen, - hast die Kinder gut erzogen – hast das Leben fest im Griff und gabst mir den letzten Schliff! – Du bist sparsam, sexy, fleißig, - Gott sei Dank auch nicht mehr 30 – häuslich, freundlich, hilfsbereit, - trägst nur selten noch ein Kleid! – Warst steht’s fruchtbar und auch nett, - oftmals auch ‚ne Wucht im Bett – gut gebaut und abgerundet, - eben so – wie es mir mundet! –
Deine Art um was zu bitten, - ist und bleibt steht’s unbestritten – betteln, schmeicheln, - leiser Ton – typisch, Sternzeichen – Skorpion! – Deine Macken kenn ich alle, - oft zeigst Du mir Deine Kralle – Dein Gemüt gleicht der Mimose, - doch gefährlich wie die Rose! – Ungestört den Flippers lauschen, - mit100 übern Schurwald rauschen – Kreuzworträtsel, Elefanten – ein Besuch bei alten Tanten! - Morgens, abends unverdrossen, - wird im Bad sich eingeschlossen – und ich schaue auf die Uhr – jetzt beginnt die Prozedur! – In das Glas kommen die Zähne, - auf die Beine – noch ‚ne Creme – Seife ohne Glanz und Fett, - Nachtjäckchen noch schnell fürs Bett! – Schwarzer Tee – zum Blutdruck heben, - Traubenzucker zum beleben – Spachtelmasse gegen Falten – leichter Duftspray – für den „Alten“! – Weiße Pillen für Hormone – oder erogene Zone – oder für den Knochenbau , - ich wird daraus nicht mehr schlau! –
Schlaftabletten, - lieber zwei, - Blütenpollen für den Brei – dass es zum Ergebnis führt – wird das ganze noch verrührt! – Oben links im Fach vom Bad, - noch das Eisenpräparat – und für den Magnesiumspiegel – schnell ein Pulver oder Riegel! – Plagen Dich jetzt noch die Winde, - oder drückt vielleicht die Binde – ganz egal – bei jedem Scheiß – Klosterfrau- Melissengeist! – Sicherheit geht über alles, - deshalb noch im Fall des Falles – Knoblauch – Dragees – noch dazu – und vom „Alten“ hab ich Ruh! – Unterdessen fällt Dir ein, - Blumen gießen – das muss sein – und der Blick ist mir bekannt – geht zur Decke und zur Wand! – Hat ‚ne Schnake sich verkrochen, - weiß Du – kommt heut noch der Jochen – halt die Pille für Arthrose – schnell sonst geht’s mir in die Hose! – Hol den Ribbler aus dem Schranke – und massier mir mal die Flanke, - ich bin heut total verspannt – aber sonst geht’s Gott sei Dank! –
Hab die Tasche ich bereit, - langt’s mir noch, – hab ich noch Zeit – hab ich jetzt noch was vergessen, - hat der Larry was zu fressen? – So, - das wär’s – jetzt stimmt die Lage, - oder schnell noch auf die Waage – ist der Keller unten zu? – Jetzt Gute Nacht – und gib halt Ruh! – Seitenweise könnt ich schreiben, - doch ich lass es lieber bleiben – weil ich’s sicher morgen dann, - wieder nicht verspringen kann! – Alles wird mir vorgehalten, - das Gewicht, - so wie die Falten – und sind wir dann noch allein – trittst Du sicher mir ans Bein! – Trotzdem, - oder grad deshalb, - wurden wir mitnander alt, - keine Stunde - sollst Du wissen – möchte von unserer Zeit ich missen! – Ich bin froh dass ich Dich hab, - weil ich Dich noch immer mag – deshalb wünsch ich heut und hier – bleib recht lange noch bei mir! – Gesundheit, Frohsinn und viel Glück, - wünscht Dir heut Dein bestes Stück – leg die Worte – die ich sage, - bitte, - nicht gleich auf die Waage! –
Jetzt wollen wir das Glas erheben, - lassen hoch die Ingrid leben – es ist traurig – aber wahr – - jetzt bist Du - auch – 60 Jahr! – Geschrieben von Deinem Mann Dieter, zu Deinem 60. Geburtstag! – M. den 16.11.1999
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