" Aus eigener Feder "
 
 Geschrieben für Freunde, Bekante und Verwandte
 
( Autor D. D. )
 
Ich möcht fürs Borgen „ DANKE „ sagen ! -
So brauchte ich mich nicht zu plagen . -
Laß Dir das Fläschchen nun auch munden, -
- so möchte ich mein Dank bekunden .
 
Fürs Borgen der Spaltkeile vom Hugo , zum spalten der
Baumstämme , vom Rest des Tisch - und Bank bauen‘s !
 
                                         16.04.2000
 
Ein Blumengruß, ob groß - ob klein,
erfreut das Herz ganz ungemein -
drum möchte ich indessen
ein DANKE nicht vergessen!
 
 
Geschrieben für Fam. Rekus
24.05.1994
 
 
Emil Baumann zum 60. Geburtstag
 
 
In Bessarabien, - der tiefesten Provinz, -
am Schwarzen Meer, ganz unten links, -
da tat's ein Schlag, ein zittern, ein beben -
und Emil Baumann trat ins Leben !-
 
Dies alles geschah, es belegen die Zahlen -
am heutigen Tag, - vor 60 Jahren -
die Eltern war´n sprachlos, die Hebamm´ verschrocken,
da lag er nun da, ohne Hemd, ohne Socken !-
 
Das Maul riß er auf - und fing an zu schrei'n -
ja will mich denn keiner von der Schnur da befrei'n !-
Und Durst hab ich mächtig, das werd' Ihr verstehen -
denn die letzten 9 Monat' hab' ich kein Tropfen gesehen!-
 
Die Mutter packt aus, - reicht die Brust Ihm zum trinken,
da schreit er entsetzt,wollt Ihr mich jetzt schon linken?
Ich brauch jetzt 'ne Halbe, 'n Wein und 'nen Haxen -
und hört endlich auf mit den albernen Faxen !-
 
Und wie er so daliegt, - den Blick starr zur Decke -
da sagt er zum Vater :" Dein Plafond hat Flecke "-!
Hol Farbe und Pinsel, - es wird langsam hell -
den werden wir streichen,- wenn's geht ziemlich schnell!-
 
Denn ich bin der Emil, - ein Baumann, - ein kleiner
und wenn alles gut geht, dann werde ich Schreiner ! -
Jetzt muß ich schnell wachsen, das müßt Ihr begreifen,
denn die Welt die braucht Schreiner zum hobeln und schleifen !-
 
Doch kaum konnt er laufen,da ging es schon los -
mit Hammer und Säge und verschissener Hos` -
zu schaffen und wergeln - und das ohne Ende -
vergriff er sich täglich an Tisch und an Wände !-
 
Die Eltern sie rannten zur Kirch `um zu klagen, -
warum hast Du uns mit dem Bub so geschlagen,-
ach gib uns ein Zeichen, wir werdn's nicht verwerfen -
oder schick Ihn nach Urbach, um andere zu nerven !-
 
Der Herr hat erbarmen - und sieht Ihre Nöte -
und kennt auch den Emil - die hecktische Kröte !-
So kommt die Erlösung mit rund 18 Jahren,
er zieht in die Welt um mehr zuerfahren !-
 
Doch das Leben ist grausam und die Mädchen noch spröde,
der Trieb der wird stärker - und die Suche sehr blöde -
wie soll das noch werden, ich kann kaum noch denken,
wo bleibt nur die "Eine", die Ihr Herz mir wird schenken!-
 
Da trifft er Irene,- ein Mädchen vom Lande -
mit der er verknüpfte manch zärtliche Bande, -
doch schnell wie er war, zerstreut und zerfahren -
vergaß er den Rückzug, aus den wolligen Haaren !-
 
So wurde Irene, die Frau dann für's Leben,-
aus Dank und Verzweiflung tut er jetzt an Ihr kleben -
drei Töchter die wurden das Zeichen der Liebe,
von da an beherschte er all seine Triebe!-
 
Dann kam der Verein , so mit wandern und laufen -
und als krönender Abschluß - in die " GEA " zum saufen -
doch bald sah ein jeder der Mitglieder ein,
nur Emil soll jetzt unser Vorstand hier sein !-
 
So wurdest Du Vorstand und Vorbild für alle,
trotz Arbeit und Vorlauf und sonst mancher Falle. -
Du gabst dem Verein Deine eigene Note, -
und ging mal was schief, brach'st Du's wieder ins Lote !-
 
Auch gehst Du gern Kgeln, schiebst oft alle " Neune " -
und dann nach drei Halbe - da kommen die Träume -
dann träum'st Du vom Rennsteig und durchlaufnen Sohlen -
vom Flug dann nach Zypern um Uhren zu holen !-
 
Vom Mosten und Brennen, von Creilsheim und Schlachten,
von Hamburg mit Altstadt -um Fleisch zu betrachten-
von großen Portionen - Rostbraten und Ente -
und ganz im geheimen, - schon lang von der Rente !-
 
Du bist halt ein Kenner und Könner vor allem ,
in Holz oder Strom, in Stein oder Schellen -
und weißt immer Rat, - und kennst jede Masche -
und erkennst schon den Inhalt, - am Glas einer Flasche !-
 
Stets warst Du ein " Bahner" , mit Laib und mit Seele -
doch das ist Geschichte, - genau wie die Zähne -
die hast Du verloren, trägst stolz schon die andern,-
genau wie die Brieftasch` mit Inhalt, beim wandern !-
 
So wurd'st Du jetz 60 - und konntest nichts machen, -
Du möchtest noch manches - und wirst es nicht schaffen -
hegst Wünsche und Träume , die erfüllen sich nie -
denn Du bist jetz kein "Alter",Du bist ein "Grufti" !-
 
So kommen nun täglich - mal wenig mal mehr,
die Weh - Weh - chen aus heiterem Himmel daher -
und der Docktor ist glücklich und weiß ganz genau -
Du bleibst mir als Kunde - genau wie Dei' Frau !-
 
Nun treten die Schwächen ganz offen zu Tage -
und bald merkt es jeder - und das ohne Frage -
Du willst sie vertuschen , verleugnen , verdrängen -
und merkst es schon selber - "Er" fängt an zu hängen !-
 
" Er " will nicht gehorchen , macht steht's was er will -
da hilft auch kein streicheln, da hilft auch kei' Brill' -
keine Selleri, kein Knoblauch, kein " Okasa - Brutal " -
" Er " macht keinen Zucker - es ist eine Qual !-
 
Doch eins wächst noch bei Dir - im großen und ganzen,
das sind Deine Haare, - sowie auch der Ranzen -
die Haare, - das weiß man, - sie leben vom Wasser , -
der Ranzen - von Braten, von Torten und Kassler !-
 
So wird er steht's größer - zieht sich in die länge -
für Dich sind's nur Muskeln sowie Samenstränge -
die hegst Du und pflegst Du, es ist kaum zu glauben,
als wolltest Du jemand die Unschuld noch rauben!-
 
Auch merkst Du's am Auspuff - der ist in der Phase,
das kaum er mehr stand hält dem drückenden Gase -
so das ständig die Winde, mal laut und mal leise,
die Räume durchziehen im häuslichen Kreise!-
 
Doch soll'st Du Dich irren - so ganz unbeflissen,
da hast Du im Nu Deine Hose verschissen -
und Irene die arme, - muß bürsten und reiben -
denn die Farbe ist kräftig, doch die Spuren sie bleiben!-
 
Auch quält Dich die Prostata längst schon beim pinkeln -
und suchst vor Verzweiflung die dunkelsten Winkel, -
erst kommen drei Tropfen, - dann ist wieder Ruhe -
die Hose blieb trocken, - aber nicht Deine Schuhe !-
 
Auch die Notdurft verrichtest Du nur unter Schmerzen -
denn mit Hymorrhoiden wie Walnüß,-da ist nicht gut scherzen, -
so trägst Du Dein Los in Demut und Stille -
und verbringst Deine Zeit - meist im Klo auf der Brille!-
 
Auch Ischias, Rheuma und Colesterin,
dazu noch die Flocken im trüben Urin -
die Artrose in den Knochen, der Kalk im Gebälk,
die Augen schon trübe, die Haut grau und welk!-
 
Die Kraft, das Gehör, der Geruch, der Geschmack -
das alles ist lange bei Dir schon im Sack! -
So ist es kein Wunder, das der Arzt im O P,
gesagt hat zur Schwester, - ich glaub der ist he!-
 
Doch die Schwester ist Kenner und sagt nur zum Dock -
das ist doch der Baumann - der hat nur `n Schock -
auf sei`m Nachttisch da steht noch`n Viertele Wein -
und bevor das nicht leer ist,- kriegt man den auch nicht klein !-
 
So hat man Dein Körper zweimal aufgebrochen,
man suchte nach Blinddarm und Bruch in den Knochen -
und holte heraus - so im großen und ganzen,
10 Kg Ballast aus dem mächtigen Ranzen !-
 
Drei Wochen Ruhe, bei Schwester Madlene -
sowie die Kontrolle von Gattin Irene,
hat Dein Blutdruck gesenkt und die Pfunde genomme
und als halbe Portion dann nach Hause gekommen!-
 
Die Wohnung war leer, die Cauch auf der Gasse, -
der Geburtstag verhunst - und Schmerzen in Masse -
kein Garten gegraben, keine Weinprob` genossen,
kein Fenster im Vordach - und Gicht in den Flossen!-
 
So verbracht`s Du die Weihnacht mit gemischten Gefühlen,
zusamm` mit Irene auf klapprigen Stühlen -
und träumtet von Sesseln, von ledernen Kissen -
und sehntet Euch sehr - nach der Couch - der verrißnen!-
 
Doch was weg is,-ist weg - und kommt nicht mehr wieder, -
das weis auch Dei` Hand, - denn der fehlen zwei Glieder,
grad` jetz so im Alter, ich wag`s kaum zu sagen -
da könnt`ste zwei Glieder bestimmt gut vertragen !-
 
So ist halt das Leben - und wird wohl auch bleiben,
erst hat man das Sach - und kann`s nicht betreiben -
und wenn man dann Zeit - und auch Muße noch hätt, -
da ist meist - wie immer - tote Hose im Bett!-
 
Doch Du brauchst nicht zu klagen, denk immer daran,
schon am morgigen Tag ist ein anderer dran -
dann wirst Du wieder lachen - stehst über den Dingen -
und kannst aus Erfahrung ein Lied davon singen!-
 
Denn auch das Alter ist schön - Du wirst es erfahren -
und Dich vor den Fehlern der Jugend bewahren,
zwar machst Du noch Fehler - das finde ich toll -
doch was Du auch tu`st- es nimmt Dich keiner für voll!-
 
Du hast jetz die Freiheit fast alles zu sagen,
nicht lange zu denken oder lange zu fragen -
kann`st schalten und walten, - so wie Dir`s gefällt -
kein Streß,keine Hecktik,- keine Bahn die dich hält!-
 
Ließt am Morgen die Zeitung, bis Mittags um zehn -
dann nimmst Du Dei`Stock - um auf`t Gasse zu geh`n,
mach`st ein Schwätzle beim Hugo, - oder Adolf vieleicht -
dann hast Du das meiste vom Tag schon erreicht!-
 
Am Nachmittag legst Du Dich erst mal auf`s Ohr -
und kommst zwischen drei oder vier wieder vor,
dann schnapp`st Du Dein Hut - und sagst zur Irene,
ich geh jetz zum Stammtisch, mach`s gut meine Kleene!-
 
Am Stammtisch da hört Dich dann jeder von ferne, -
ja früher,- was waren wir da noch für Kerle, -
hab`n Weiber gestemmt - und acht Krüge gesoffen -
und dann auf`m Rummel - noch in`s schwarze getroffen!-
 
Wir waren die "Größten" und "Besten" von allen, -
Du sagst es mit Stolz, - und tust schon leicht lallen -
und dann auf dem Heimweg - zwischen neune und zehn,-
da erklingt dann das Lied von der Lilli Marlen!-
 
Und Irene Daheim, - die sitzt wie auf Kohlen -
wenn er jetzt nicht bald kommt,- dann geh ich ihn holen -
da stolper`st Du rein - und murmelst im steh'n,-
ein Leben als Rentner - wie ist es so schön!-
 
So wirst Du Dein Leben ab Morgen genießen -
und den Morgen und Abend - mit `ner "Halben" begießen -
das Fernsehprogramm schon beim Frühstück durchsuchen -
und `ne Werbefahrt dann mit dem Bus sofort buchen !-
 
Die Blumen schnell hacken, den Sand noch mal sieben,
dann wieder in`s Haus - um die Mutti zu lieben -
und wenn dann noch Zeit bleibt - in Deinem Programm,-
dann probiers halt noch mal,- vieleicht klappt es dann!-
 
Ab Morgen da geh'st Du Dei'm Weib auf die Nerven,
wirst öffter mit Ihr um 'ne Kleinigkeit zerfen -
und wo Du auch hingehst und was Du auch machst -
Du wirst für Sie lästig - schon morgens um acht ! -
 
Trinkst Du morgens ein Bierchen,weil der Durst Dich grad quält
oder schnappst Dir Dein Auto, weil Dir irgend was fehlt -
nimmst Dein Händy vieleicht - um paar Kumpel zu hören, -
schon goscht Deine Alte - darauf kann'ste schwören !-
 
Doch daran gewöhn'ste Dich unheimlich schnell, -
bis'te trotzdem mal traurig - oder juckt Dir das Fell-
dann schleich Dich in Dein Garten, nim einen zur Brust-
so vergißt Du den Ärger,den Knatsch und den Frust !-
 
Hau Dich auf die Pritsche-bis die Ohren Ihr klingen -
und denk an den Götz noch - von Berlichingen -
dann geht's Dir gleich besser,fühlst Dich wieder frei-
denn in 50 Jahren - Emil- da ist alles vorbei !-
 
- P R O S T -
 
 
 
 Erika zum 51. Geburtstag
 
Wir schenken Dir heute , - von großer Klasse -
diese wunderschöne Tasse ! -
Jeder weiß doch, - Gott sei Dank -
Dir fehlt bestimmt so'n Ding im Schrank ! -
Denn hast Du Durst und tut was weh, -
dann machst Du schnell 'ne Tasse Tee ! -
Bist Du erschöpft, kaputt, geschafft -
hilft meistens eine Tasse Saft ! -
Auch Milch - aus Euter'n, - prallen, runden -
wird Dir aus dieser Tasse munden ! -
Wasser aus Wand - stehts frisch und kühl -
trink aus der Tasse mit Gefühl ! -
Beim Kaffee dann - ich sag Dir's ehrlich -
wird diese Tasse unentbehrlich ! -
Und ganz besonders in der Frühe -
schmeckt aus der Tasse eine Brühe ! -
Ob Kaba, Müsli oder Saft -
die Tasse gibt Dir wieder Kraft ! -
Auch Sparschwein, Vase, Bonboniere, -
wär für die Tasse eine Ehre ! -
Doch auch der Pax wird bald entdecken -
wie Frolix aus der Tasse schmecken ! -
Das höchste wäre wohl gewiß, -
ein Nachtquartier für Dein Gebiß ! -
Doch bist Du einmal Wut entbrannt -
dann schmeiß die Tasse an die Wand, -
die Scherbenkann der Kurt dann kleben, -
oder für'n Polterabend nehmen ! -
Doch sollte sie Dich treu begleiten -
und täglich Freude Dir bereiten -
dann nim sie halt - und denk daran, -
sie ist ein Gruß vom Zulu - Mann ! -
Wenn sie Dir aber gar nicht paßt, -
odersie fällt Dir gar zur Last, -
dann schmeiß die Tasse - so Kurt will, -
von mir aus , - einfach auf den Müll ! -
 
Mit den besten Empfelungen
von Dieter und Ingrid
35.08.2001
 
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 Erika zum 56. Geburtstag 
 
Per E-Mail schrieb uns Erika, -
ich lad Euch ein zum trallala –
am Freitag dann bei mir im Garten, -
wo freudig wir Euch dann erwarten! –
 
Doch als Geschenk, - das sollt Ihr wissen –
sag ich euch gleich ganz unverbissen,
möchte ich einen Nuss – und Mohnzopf haben, -
woran sich meine Gäste laben! –
 
Ich hab’s gelesen und begriffen, -
sogleich zum Bleistift auch gegriffen –
notiert, vermerkt und aufgeschrieben, -
gebraucht wird jetzt – nicht übertrieben:
 
Erst einmal Mehl, dann etwas Milch -
und etwas Lust braucht auch der Knilch, -
dann Hefe, Zucker, Eier, Salz –
und etwas Fett, das schmiert den Hals! –
 
Aroma, hätte ich bald vergessen, -
dann noch Rosinen – schwach bemessen –
und das die Füllung auch noch glückt,
wird Marzipan schön fein gedrückt, -
 
Gemahlene Nüsse, oder Mandeln –
je nach belieben zu verwandeln –
mit Milch zu einer Masse bringen -
und mit Aroma wird’s gelingen! –
 
Beim Mohnzopf geht’s so ähnlich zu, -
dabei hab ich noch einen Glu, -
ich reib ein Apfel in die Masse –
vom Mohnfix, das schmeckt einfach klasse! –
 
Gemahlene Mandeln, Marzipan, -
sie munden jedem Leckerzahn –
doch nun, wo alles liegt bereit,
beginnt die Arbeit, - tut mir leid! –
 
Zuerst mal schön die Hände waschen, -
und nicht zu viel von allem naschen, –
dann eine Schüssel, nicht zu klein, -
ein Kilo Mehl sollt es schon sein! –
 
Die Milch erwärmen, nicht zu heiß, -
dann Hefe rein, wie jeder weiß –
zum kleinen Hefebrei verrühren,
warm stellen, - denn er darf nicht frieren! –
 
Für’n  Hefeteig  ’ne Tuppa Schüssel –
das wäre das höchste der Genüsse, -
denn spingt der Deckel von allein –
so weißt Du gleich, - jetzt greif ich ein! –
 
Nun knetest Du den Hefeteig, -
doch nicht zu fest und nicht zu weich, -
so, das Du ihn bequem kannst wellen –
vergiss nicht, - ihn dann warm zu stellen! –
 
Wenn er dann schön gegangen ist –
und Du so recht zufrieden bist, -
dann well ihn aus - zu einer Platte, -
bestaub den Tisch, - sonst klebt die Matte! –
 
Nun schmiere drauf, - ganz nach belieben –
das Nuss – Gepampe, - wie beschrieben –
und wickel alles dann im nu, -
zu einer Schneckennudel zu! –
 
Nun leg sie auf ein sauberes Blech, -
das Du gefettet, – das wärt recht –
und schneid die Nudel kräftig ein,
drück sie auseinander, das muss sein.
 
Sonst rollt der Streusel, der noch kommt –
die Nudel runter – sag ich prompt -
und alles läge auf dem Blech –
das wäre schließlich auch nicht recht. –
 
Nun lass Deinen Striezel erst mal gehen, -
kannst vorher nach dem Ofen sehen –
bei 180° herum, -  heiz ihn mal vor,
das wäre nicht dumm. –
 
In zwischen rührst Du in der Tasse, -
die Milch und Puderzucker Masse –
vergiss jedoch beim ganzen back, -
niemals den Mandelöl – Geschmack! –
 
Nun ist der Striezel rund und prall –
fast so wie’n aufgeblasener Ball, -
die Zeit ist reif, der Ofen heiß –
jetzt nichts wie rein, den ganzen Scheiß! –
 
20 Minuten musst Du warten -
und hoffen Du hast gute Karten, -
doch hast Du alles recht gemacht –
ein goldener Striezel Dich anlacht! –
 
Zum Schluss wird er ganz unumwichen, -
noch warm mit der Glasur bestrichen –
nun lass ihn ruhen - und erkalten –
und dann servier ihn, - Deinem „Alten“! – 
 
 
25.08.06            ( Autor D. D.)
 
 
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 Erika zum Geburtstag 
 
Weil's "Schnuckelchen" stehts ist auf Achse, -
braucht sie bestimmt 'ne Prophylaxe -
denn diese Scheiß Malaria, -
ist heute hier - und morgen da ! -
Da ist es gut, - es steht bereit, -
Gin -Tonic, für die heiße Zeit ! -
Es stillt den Durst und macht Dich stark -
und schmecken tut es auch noch arg ! -
Drum gehst Du wieder mal auf Achse, -
vergiß nicht, - Deine Prophylaxe ! -
 
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Erika zum 60. Geburtstag
 
 Vor 60 Jahren, - so steht es geschrieben,
in Urkunden und Ausweis, sowie im Kalender der Lieben –
das Wunder von Stetten ist damals geschehen, -
man wollte es nicht glauben, - doch jeder wollt es sehen! –
 
 Ein Sommernachtstraum von Ludwig und Gretel, -
erfüllte sich da, - nun kam endlich das Mädel –
die Buben die waren von nun an verloren –
und hatten nun täglich das Geschrei um die Ohren. –
 
 Auch der Name stand fest, - war sofort sonnenklar –
und so taufte man die Kröte, - natürlich – Erika! –
Nun drang dieser Name bei Nacht und am Tage, -
durch Türen und Fenster und ward so zur Plage. –
 
 Keiner weiß mehr genau, was Dich damals bewegte, -
ob Du schliefst oder tobtest, oder Dein Kinderbett zerlegtest –
ob die Milch die Du trankst, - schon bereits kam aus Dosen –
oder ranntest Du rum - mit verschissenen Hosen! –
 
 Kindergarten und Schule konnte man sehr schnell vergessen –
denn Du hattest bereits andere Qualitäten besessen, -
Du war wie ein Feger, - ein Wirbelwind, -
eben doch wohl ganz anders, - wie jedes andere Kind! -
 
 So plätscherte die Kindheit auch nutzlos dahin, -
Du spieltest und tobtest ohne tieferen Sinn, -
doch manch Zeichen das konnte man früh schon erkennen –
ob beim toben, beim spielen, - nur um zwei hier zu nennen! –
 
 So dachte manch Betrachter mit Wehmut und bangen, -
an der ist doch ein Junge verloren gegangen! –
Doch die Augen der Buben sehen scharf und genau –
die ist nie ein Junge, - das wird eine Frau! –
 
Doch das Vergnügen musste warten, - zu erst kam die Pflicht,
das beschlossen die Eltern, - ob Dir es passte oder nicht! –
So ging’s nach der Schule ins Leben hinaus, -
doch Freude ist anders, - für Dich eher ein Graus! –
 
Plötzlich standest Du da, - zwischen Würsten und Schinken –
musstest immer schön lächeln, - obwohl Dir’s tat stinken, -
ein wenig vom Aufschnitt - und etwas Gehacktes -
und immer noch lächeln, - ne so was beknacktes! –
 
Schnell erkanntest Du sämtliche Würste - mit Namen, -
die langen, die kurzen, die krummen, die lahmen, -
Tag täglich nur Würste, - und abends dann wieder, –
das war Dir zu viel – und legtest sie nieder! –
 
Mit Würsten da hattest Du nichts mehr am Hut –
und stürzte Dich nun auf ein anderes Gut, -
mit Kursen und lernen und Zahlenspiele –
 blieb doch wohl noch Zeit für manch andere Gefühle! –
 
So geht halt das Leben seltsame Wege –
und kommt mit der Liebe Dir so ins Gehege, -
wirst plötzlich verstrickt zwischen Liebe und Wahn –
und endet dann meistens - so wie im Roman! –
 
Doch bei Dir wurde das Drehbuch anders geschrieben –
Du bist mit zwei Kindern auf der Strecke geblieben, -
als Witwe zu jung, - und doch plötzlich allein –
das Leben ist grausam - und furchtbar gemein! -
 
Nun gab es auch Sorgen und Nöte zu hauf, -
doch Du bist ja ein Kämpfer - und gabst nicht gleich auf –
Deine Eltern die standen Euch immer zur Seite –
und waren im Schmerz - ein echter Begleiter! –  
 
Doch das Leben ging weiter – und Du warst noch so jung -
hattest Ziele und Träume, eine Frau voller Schwung! –
Deine Kinder die waren aus dem gröbsten zwar raus –
aber immer noch bei Dir, - am Tisch und im Haus! –
 
So vergingen die Jahre, es wuchsen die Kinder, -
und die Betten so leer, - ob Sommer, - ob Winter, -
doch Dein Herz das war schwer - und verhärtet wie Stein -
und so ließ es auch keinen andern hinein! –
 
All die Pflichten des Tages, die Arbeit, die Kinder –
sie trockneten die Tränen, - und der Schmerz ward gelinder! –
Doch so ist jedes Leid, - mit der Zeit auch verblichen –
und das Glück kommt auch meistens - ganz leise geschlichen!
 
Doch das Glück hat einen Namen – sah fast täglich Dir zu, -
denn sein Name war Kurt - und noch Nachbar dazu, –
denn auch er musste lange sein Leid still ertragen -
 wurde genau so wie Du, - auch vom Schicksal geschlagen! –
 
Doch der Kurt ist auch Jäger - und er kennt sein Revier –
kennt den Wechsel des Wildes, - direkt vor der Tür -
und er ist auf der Pirsch, - hat ein feines Gespür –
hat bereits schon im Auge, - ein besonderes Tier! –
 
Er kennt die Gesetze, - der Natur ganz genau, -
kennt die Brunft aller Tiere – so wie einer Frau! –
Jeder ahnte es schon – und für viele längst klar, -
die Falle schnappte zu – und ein Traum wurde wahr!
 
Dein Leben nahm nun eine ganz neue Wende, -
denn der Kurt nahm es jetzt, - sofort in die Hände –
damit war die Freiheit für Dich auch zu Ende, –
Du fügtest Dich drein, - somit Stress ohne Ende! –
 
Ein neues Kapitel wurde nun aufgeschlagen –
und schlug Dir zu weilen doch oft auf den Magen, -
auch der Kinderwunsch war - so wie so - längst tabu –
dafür kam stattdessen ein Hund noch dazu! –
 
So habt Ihr in zwischen drei Hunde verschlissen, -
manch einer würde sagen, - ins Gras gebissen –
der Stress war zu groß - wohl für Falk und auch Pax –
und Schuld war wohl nicht bloß das Teletak! -
 
Nur Axel der 4., - größtes Schlitzohr der Welt, -
versorgt Euch nun beide – und bumst jetzt für Geld, -
nur sein Herrchen ist traurig und denkt so für sich –
ich hätte jetzt Zeit, wäre ein Job so für mich! –
 
Jedes Fest läuft erst rund, - wenn man Dich dort erblickt –
Deine Heiterkeit hat schon fast jeden beglückt, -
Du versprühst gute Laune um Dich weit und breit, -
und bist dennoch für jeden Blödsinn bereit, –
 
Ein Verein ohne Dich, - wäre undenkbar und fad, -
bist stets freundlich zu allen - und weißt immer Rat -
egal was es gibt - oder was es auch sei –
Du bist immer gefragt - und überall dabei! –
 
Du stehst unter Dampf – und hast immer noch Zeit, -
Dir ist nie was zuviel – und tut nie etwas leid, -
Du bindest noch Kränze – so ganz nebenher –
und schleppst ab und zu – noch vom Kurt das Gewehr!
 
Ist ein Hochstand zu bauen, - eine Schleppe zu legen –
Bäume zu fällen, bei Sonne und Regen –
ob Köder verstecken, - oder ein Dach neu zu decken, -
Du musst einfach stets ran – und ersetzt jeden Mann! –
 
Blödeln, - bis die Bäckchen glühen –
den Fuchs am Schwanz im Wald rum ziehen, -
Tapeten kleistern, Hecken schneiden –
und Nächstenhilfe - noch betreiben! -
 
Beim Verkauf im Verein – von Reh oder Schwein, –
bist Du immer dabei, - manchmal nur mit Geschrei –
es gibt Tage, - da steht Dein Mundwerk nicht stille, -
da holst Du kaum Luft - es beschlägt Deine Brille! –
 
So kennt Dich fast jeder, - ist nicht übertrieben –
in Hamburg, in Windhug, in München und drüben –
Deine Duftnoten hast Du der Welt hinterlassen –
Du bist immer auf Tour – aber niemals zu fassen! -
 
So verflogen die Jahre und Du merktest es kaum –
plötzlich stand auch das Thema der Rente im Raum, -
viel zu jung für die Rente, - das konnt‘ jeder sehen -
doch da half auch kein betteln, kein winseln, kein flehen! –
 
Auch die Kreissparkasse - gab verzögert Dich frei –
so war auch Dein Abschied - nicht einerlei –
das ungewisse - was wird es Dir bringen –
Du konntest weder lachen, noch tanzen, noch springen! –
 
Der Schritt in die Rente, - für Dich wohl ein Graus –
jetzt nur noch ihr beide – Tag ein und Tag aus, -
doch das Leben schreibt oft seine eigenen Gesetze -
und verstrickte Dich schnell in seltsame Netze! –
 
 Die Eltern, - sie glitten Dir sanft aus den Händen, -
das Leid war zwar groß, - doch es ließ sich nicht wenden, -
Du tatst was Du konntest, - doch es reichte nicht aus –
so verließen dann Beide, - in Frieden das Haus! – 
 
Leid und Glück sind Verwandte, - gehen stets Hand in Hand -
werden leider von Menschen nur selten erkannt –
so durchbrach Deine Tochter, - die Anke das Leid –
und überdeckte mit Sonnenstrahlen die Zeit! –
 
Den Lichtstrahl, - den konnte schon jeder bald sehen –
und so lag sie in Kürze - auch schon in den Wehen –
weil das „Mäxle“ es wusste, - ich muss jetzt hier raus –
sonst halten es Eltern und Oma nicht aus! –
 
Mit Glückwunsch und Sekt, war‘s für jeden ein Segen -
nun begann auch für alle, - ein freudiges Leben, -
die Oma sie strahlte – jeder konnte es sehen –
und heute kann das „Mäxle“, - lange schon stehen! -
 
Nun legte auch Markus, - der jüngste der Sippe, -
der meist, - unüberhörbar - riskiert eine Lippe –
ganz leise und still – das wohl niemand gedacht -
sich selbst an die Kette! – für Tag und auch Nacht! –
 
Vereint nun mit Frauke, - die Frau seiner Träume –
verschönern sie nun, - das Haus und die Räume, -
doch bleibt ihnen Zeit - und klappt‘s auch im Bett –
dann freut sich die Oma – ich mach jede Wett‘! –
 
Von der Anke die Wiege, - ein Schachzug grandios –
dazu noch die Windeln, so wie auch die Hos‘ –
so geht es dann weiter – Jahr ein und Jahr aus, -
und legt so den Grundstein - für ein größeres Haus! –
 
Nun wäre das meiste wohl somit gesagt –
es sei denn, - dass mich noch jemand fragt, -
wo geht der Weg hin, - mit der Erika -
oder siehst Du die Zukunft vielleicht sogar? – 
 
Da kann ich nur, - auf eines verweisen –
will nicht groß loben, - oder preisen, -
denn wer mich kennt, - weiß ganz genau –
ich bin doch Experte – für jede Frau! –
 
Schon vor zehn Jahren, - weißt Du es noch –
da sagte ich Dir - damals doch, -
pass auf, - das auf dem Lebensweg –
nicht eine sechs - da vorne steht! –
 
Doch lange Rede kurzer Sinn –
die Frauen hören halt nicht hin, -
nur rattern, schnattern – wie besessen –
das wichtigste wird halt vergessen! –
 
Das sage ich nicht unbesonnen –
- natürlich bist Du ausgenommen, -
doch jeder weiß es ungesagt –
Du antwortest nur, - wenn man Dich fragt! –
 
Nun ist es leider doch passiert –
 die Männerwelt, - total schockiert, -
jetzt steht die sechs - doch vor der Null, -
das heißt – mit Sex ist’s nicht so doll! –
 
Du siehst ab heut – genau genommen –
die sechs plus eins - nun langsam kommen, -
nicht dass dem Irrtum - Du verfällst, –
das Du für Sex, - „eins plus“ - erhältst! –
 
Ja die verfluchte sechs da vorne –
ist lästig wie - ‚ne spitze Dorne –
und jeder Mann - natürlich weiß –
der Ofen ist jetzt nicht mehr heiß! – 
 
Zwar sprühen Funken, – die noch leuchten –
doch fehlt das Öl, - zum Docht anfeuchten, -
deshalb hast Du für jetzt und später –
für immer nun - den schwarzen Peter! –
 
Die Jeans in Größe 38, -
die trägst Du zwar noch stolz und fleißig –
zwar sind mit Keilen sie geweitet –
weil sich Dein Hinterteil - verbreitert! –
 
Du könntest sie, - an manchen Tagen –
deshalb auch noch mit achtzig tragen –
wenn Du sie schonst und trägst im Haus –
der Stoff hält die Strapazen aus! -
 
 Für Dich heißt jetzt die Zeit – oh Schreck –
schmeiß Minirock und Tanga weg, -
trenn Dich vom Jugendfirlefanz –
Du reizt von nun an mehr - kein Schwanz! –
 
Hol jetzt die Liebestöter raus –
als Wärmequelle, - für die Maus –
und dass Angora – Unterhemd –
weil sonst ja nichts mehr juckt und klemmt! -
 
Ab morgen kannst Du was erleben –
Dein Briefkasten wird nur noch beben, -
weil jeder Kleckerles-Verein –
Dich lädt zum Schnupperkurs jetzt ein! –
 
Aus Birkmannsweiler – die Senioren
sie laden ein – ganz unverfroren, -
auch „Graue Panther“ - als Partei –
sie werben Dich - ganz frank und frei! – 
 
 Gymnastik-Club – für 60 plus –
ihr Beitritt ist natürlich muss –
der Wanderclub - „Gestresste Lende“ –
verspricht Dir jetzt - die große Wende! –
 
Der Karitas – das kennt schon jeder –
 bietet Dir an – Essen auf Räder –
der Pfarrer kommt verstärkt - nicht minder –
nun in das Haus - der alten Sünder! –
 
Und die Versicherungsgruppe – Quelle, –
schickt die Police - auf die schnelle –
so geht’s jetzt weiter, – glaube mir –
der Rest liegt morgen vor der Tür! –
 
Doch auch beim Einkauf, - wirst Du’s spüren –
musst Dich ab heut - neu orientieren, -
denn was Du sonst so mitgebracht, -
es ist vergessen – über Nacht! –
 
Der Einkaufszettel, - sei mal ehrlich –
ist heut für Dich, - längst unentbehrlich –
weil sich das Kleinhirn – ungelogen, -
in Ruhestand zurück gezogen! –
 
Und all die Haare – kraus und grau –
nur Scheinbild sind - bei jeder Frau, -
in Wirklichkeit – ich sag’s mal barsch –
ist längst der Denkprozess, - im Arsch! –
 
Also wird kräftig aufgeschrieben –
als erstes mal geschwind - zu Lidl, -
im Angebot heißt die Prognose –
für’s Feuchtgebiet, - die Windelhose! – 
 
Dann schnell zu Aldi, - so wie so –
denn Aldi macht die Rentner froh, -
weil heut der Preis ist exelent –
für eine Dose - Kukident! –
 
Noch Vitamine - A bis E –
so bleiben Haut und Herz auch schee –
Nahrungsergänzungsmittel, - klar –
die große Dose - für’s ganze Jahr!
 
Auch Schonkost für den Schrumpel Magen –
gehört sofort in Einkaufswagen, -
damit man jetzt auch alles hat –
auch noch das Apotheker-Blatt! –
 
Eine stärkere Brille, - so wie so, -
nur für die Augen, - nicht fürs Klo –
im Zweifelsfall – gebe ich mal kund, -
hast Du ja noch den „Blindenhund“! -
 
Beinah - da hätt’ ich noch vergessen –
fürs Kurttel – täglich nach dem Essen, -
damit die Leitung - frei sich schafft –
Prostata – Kapseln, - volle Kraft! –
 
Somit wäre alles abgedeckt –
es sei denn, - dass noch was verreckt, -
zum Beispiel – Zähne oder Knie –
ich mein ja bloß, - man weiß ja nie! – 
 
Natürlich möchte ich’s nicht beschreien –
doch wenn es kommt, - kannst mir verzeihen –
ich wünsche Dir – und uns - ganz ehrlich, -
bleib wie Du bist, - halt unentbehrlich! –
 
Drum schließ ich jetzt mit einem Toast, –
ein dreifach hoch - auf Erika – und –
 
 Prost!
 
 
Mit den besten Wünschen von Dieter und Ingrid
 
 
Birkmannsweiler, den 25.08.2010