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Abschied 
Drei Jahre hast Du uns betreut,
gehegt, gepflegt, bewacht, -
so wie ein Gärtner seine Saat
sich seine Pflänzchen schafft! –
Du sahst uns wachsen und gedeihen,
zu jeder Jahreszeit, -
gabst stets uns Nahrung, Schutz und Halt
und nie tat es Dir leid. –
Wir sind durch Deine Gärtners Hand
zu Pflanzen nun gediehen –
Dein Garten, der uns so vertraut,
war leider nur geliehen! –
Als Pflanzen, die gesund und stark,
gibst Du uns aus der Hand,
nur die Erinnerung allein -
bleibt, was uns einst verband. –
Nun hoffen wir, - mit etwas Glück,
wir finden gutes Land –
und eine Gärtnerin wie Dich,
mit Herz und auch Verstand.
Vielleicht siehst Du, mit etwas Glück,
uns einst am Wegesrand, -
dann halte ein – und sage stolz, -
Ihr wart in meiner Hand! –
Dein Garten, - so wie wir ihn sehen, -
soll unser Dank heut sein, -
als Pflanzen aus der Klasse vier, -
werden wir stets bei Dir sein ! –
Geschrieben für Julia, zum Abschied von Ihrer Klassenlehrerin Frau Willer, der Klasse Vier.
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Der Fluss 
Aus rauem Schoße der Natur
ganz zart und silberhell,
entspringt aus steiler Felsenwand
ein lieblich plätschernd Quell.
Er bricht sich suchend seine Bahn,
geformt von Fels und Stein –
und schlegelt sich ganz ohne Hast
bis tief ins Land hinein.
Hier breitet er sein Bettchen aus –
und legt sich still zur Ruh,
denn müde von des Weges Lauf
fließt er dem Meere zu.
Wir Menschen gleichen diesem Fluss
in unserem Erdenlauf,
haben wir des Weges Ziel erreicht –
nimmt uns das Erdreich auf.
( Autor D. D. )
E., den 09.03.1963
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Zu spät 
Es eilt der Tag
es fliegt die Stunde,
wir hasten mit
im Lauf der Zeit,
uns kümmert nicht
der Welten Kunde,
uns kümmert nicht
der Welten Leid.
Es eilt der Tag
es fliegt die Stunde,
da hinkt man nach
im Lauf der Zeit,
man späht verbissen
in die Runde,
doch niemand ist
zur Hilf bereit.
Es eilt der Tag
es kommt die Stunde,
da hält man ein
im Lauf der Zeit,
erkennt die Schuld
begreift die Wunde,
doch unaufhaltsam
rinnt die Zeit.
( Autor D. D. )
E., den 18.02.1963
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Das Vogelnest 
Es folgt mein Blick dem Vogelpaar
das lustig und beschwingt,
ganz unaufhörlich Zweig um Zweig
zu seinem Nestchen bringt.
Am stillen Ort, tief im Gezweig,
entsteht von Künstlerhand,
ein Bauwerk fein und säuberlich
im lieblichen Gewand.
Und zieht’s uns nach geraumer Zeit
Zu jenem Ort zurück,
an dem ein stolzes Vogelpaar
verkündet froh ihr Glück.
Es singt und pfeift ohne unterlass,
von früh bis in die Nacht –
und lehrt uns, dass das große Glück
sich steht’s im Nest entfacht.
( Autor D. D.)
E. , den 05.05.1963
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Zum Richtfest 
Dem größten Bau - Mann dieser Welt –
hoch über unserem Sternenzelt,
sei hier gedacht, - an diesem Tag –
dass Bäume wuchsen, - schlank und grad, -
dem kleinen Baumann hier zum Stolz,
wie selbstverständlich noch aus Holz. –
Auch das Du Ihm in seinem Leben –
dass Rüstzeug mit dazu gegeben, -
denn Holz, das atmet, blüht und lebt,
zum stolzen Bauwerk er erhebt, -
bis Kunst und Können sich gepaart –
wurde auch an Spänen nicht gespart! –
So das aus Farbe, Holz und Schrauben,
getränkt mit Schweiß und gutem Glauben, -
zum schönsten Vordach wir ernennen
und mit dem Richtspruch heut bekennen.
Als Baum gingst du der Welt verloren, -
Als Vordach wurd’st du neu geboren, -
Drum bitten wir Dich, - oh Gott helf, -
Beschütz die „Silcher-Strasse 12“! –
Bleib steht’s als Schutz für uns und sie, -
wie Katzen, Spinnen, Federvieh –
und bleib steht’s oben, - wünsch ich schlicht –
und wenn es geht, - auf ewig dicht! –
- Prost –
(Autor D. D.)
U., d.22.07.1995
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Rückblick 
Wo sind nur die Träume geblieben,
die wir einst vor Jahren ersehnt, –
als wir noch voll Illusionen
in Gedanken unser Alter verschönt! –
Unser Leben war nie voller Rosen,
nur Arbeit, Entbehrung und Pein –
und die Hoffnung, das einmal im Alter
für uns alles besser wird sein! –
Zu schnell sind die Jahre verflossen,
unsere Kinder zerstreute der Wind –
nur Liebe, Glaube, und Hoffnung
für uns noch geblieben sind! –
Fast hilflos steh ich hier am Lager,
gebeugt von den Narben der Zeit –
ich spüre den Schmerz den Du leidest
und bin schon für alles bereit! –
Die Liebe die uns stets verbunden,
sie hält uns und schenkt uns noch Kraft –
all die Träume und Illusionen,
hat die Zeit längst dahin gerafft! –
Bald heißt es Bilanzen zu ziehen,
haben wir alles richtig gemacht? –
Werden Blumen uns einmal begleiten -
oder vergisst man uns schon über Nacht? –
( Autor D. D. )
30.03.06
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Zum Geburtstag 
für Cordula
Wir wünschen dem Geburtstagskind,
Gesundheit, Liebe, Glück -
und wenn der Nußzopf Dir nicht schmeckt,
dann schick ihn mir zurück ! -
Doch schmeckt er Dir, -
so bin ich froh -
drum halte Dich dazu, -
sonst kriegst Du wieder nicht's davon -
und ich hab keine Ruh ! -
( Autor D. D.)
M. den 02.07.95
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Zeit der Versuchung 
Oh komme bald du Zeit der Wonne,
dass sich erfüllt in heißer Sonne -
die Wünsche, die wir täglich hegen
um uns dem längst vertrautem Spiel
dann willig zu ergeben ! -
Wie wird mir heiß bei Deinen Blicken, -
den deutungsvollen Hände drücken, -
bei dem das Blut beginnt zu wallen -
und wir in unserem Liebestraum
der Erde sanft entfallen ! -
Fast wie im Sturme fällt das Mieder, -
das Kleid, der Strumpf zur Erde nieder -
um in den freudenreichen Stunden,
nun diese herrliche Natur -
auch gründlich zu erkunden ! -
Wie geht die Forschung gut von statten, -
trotz kahler Hügel, - dunkler Schatten, -
trotz großer Freude, - kleiner Orte -
an den man aus bestimmten Grund,
sehr sparsam ist mit Worten ! -
Doch hüte Dich vor jenen Tagen -
dass sie nicht späte Früchte Tragen, -
die dann getarnt - durch weiche Schleifen -
verlockungvoll - doch gnadenlos, -
nach Deiner Freiheit greifen ! -
Juli 1963
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Schlussverkauf
Schaufenster und Litfaßsäulen
streifen uns in unserem Lauf,
denn dort steht in großen Lettern -
heute treff beim Schlussverkauf ! -
Alles eilt mit vollem Beutel,
großen Taschen ohne Ziel -
durch die engen nassen Straßen
um zu fassen möglich's viel ! -
Bunt gemischt ist das Gewimmel, -
das sich schiebt dem Kaufhaus zu, -
in dem man nun nach herzenslüsten
stöbern kann - ohn Rast und Ruh ! -
Sachen wandern durch die Hände, -
wechseln ständig ihren Mann -
niemand wagt da noch zu prüfen -
was da so verschwinden kann ! -
Überfüllt und vollbeladen
kommt man nun Zuhause an, -
wo man freudig mit Behagen
seine Ware prüfen kann ! -
Ist der Schluss - Verkauf beendet -
niemand mehr zum Kauf gewillt, -
hat es dennoch einen Vorzug -
denn der Kaufdrang ist gestillt ! -
Januar 1963
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Gedanken 
Ich denke gerad' zum Weihnachtsfest -
an unseren Urlaub in Süd - West, -
mit Sonne, Strand und Wärme -
von dem ich heut noch schwärme ! -
Doch werden mir die Füße kalt, -
lös ich ein Ticket - und komme bald, -
nach Windhouk und zu Günther Straube, -
ich denk ich irre nicht, - wenn ich glaube,
dass wir dann gleich beim wiederseh'n -
bestimmt auch einen "Flieger" seh'n ! -
11.01.01
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Gedanken an Namibia 
Die Wurst von Günther Straube, -
die aßen wir, - ich glaube,
auf jedem Halt der Patt -
und wurden auch noch satt ! -
Jedoch nach sieben Tagen -
da gnurrte uns der Magen, -
es fehlte Fleisch und Wurst -
und Bier - für unseren Durst -
so kamen wir zurück -
und das war unser Glück ! -
Ich hoffe hier finden wir -
auch wieder Wurst und Bier ! -
März 2001
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An Günther Straube
Hast Windhouk - Urlaub du gebucht -
und Günther Straube's Wurst versucht, -
dazu das Rauchfleisch voller Würze, -
dann glaube mir, - kommst du in Kürze -
schon bald zurück in diese Stadt, -
weil sie den Günther Straube hat ! -
2001
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Tierliebe 
Auf der grünen Wiese,
liegt genüßlich die Kuh Luise -
Bulle Bruno versucht nun mit lecken, -
die Luise zu erwecken -
die überlegt - und sagt dann gediegen, -
ok, - aber heute im liegen ! -
Das hörte Brunhilde, - die Braune -
die lehnte erhitzt schon am Zaune, -
sie sagte - und tat sich leicht winden, -
aber mich darfst von hinten ! -
Der Scharlotte entging nicht das Treiben -
und wollt sich ihr Euter schon reiben, -
da sagte der Bulle gequält, -
du hast mir jetzt grad' noch gefehlt ! -
Die Stärken vom Nachbar Hoppe, -
interessierte noch nicht das gepoppe, -
sie stehn im Moment auf dem Schlauch -
aber in drei Jahren, - da dürfen sie auch ! -
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Rose der Nacht 
Ich traf Dich, - Du Rose der Nacht -
hast um Herz und Verstand mich gebracht -
- leider musstest Du gehn, -
- doch das war nicht sehr schön, -
- doch ich fand Dich -
Du Rose der Nacht ! -
Ich küsste die Rose der Nacht -
mit der ich manch Stunden verbracht, -
nur der Mond gab sein Licht -
doch das störte mich nicht, -
denn Du warst meine Rose der Nacht ! -
Ich liebte die Rose der Nacht -
die mir Freude und Glück hat gebracht, -
weil ihr Duft mich betört -
und die Sinne zerstört, -
ich begehr Dich, - Du Rose der Nacht ! -
Ich erwach't mit der Rose der Nacht -
als die Sonne bereits schon gelacht, -
doch wie schön müßt es sein -
jeden Morgen allein, -
- neben Dir, -
- meine Rose der Nacht ! -
Autor D.D.
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Wer reitet so spät in der Scheune im Heu, - 
es ist der Bauer, - denn die Magt ist neu -
er ist schon fast fertig, - wär gerade gekommen -
da erblickt er sein Weib, - die vor Wut fast benommen, -
er erreicht noch das Tor - und schützt seine Glieder -
doch sein Weib die war schneller, -
er reitet nie wieder ! -
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Wer reitet so spät über Wiesen und Auen -
ich seh es genau, - es sind wieder Frauen, -
sie drücken die Lenden ganz fest zusammen -
es tut ihnen gut - und massiert ihre Pfannen -
sie erreichen den Hof - und hatten viel Spaß, -
die Pferde sind trocken, - aber die Frauen sind nass !
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Gedicht für's Gästebuch 
Wir kamen im strömenden Regen daher -
die Berge verschneit, - was wollten wir mehr -
wir wollten doch baden, - im Seewald See, -
wir gingen in's Wasser - doch nur bis zum Zeh ! -
Auch sammelten wir fleißig Pilze und Beeren -
und ließen uns gern von Renate belehren ! -
Im großen und Ganzen gefiel es uns sehr -
ist's Bübchen mal größer, -
kommen wir wieder her ! -
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Wir kamen aus dem Schwabenland,
nach Waren an den Müritz-Strand -
vier Nächte haben wir hier verbracht,
haben gefeiert und gelacht.
Die Wohnung war Spitze -
und auch sonst alles klar, -
ein Dank an Frau Thoms, -
es war wunderbar!
Fam. Diehr aus dem Großraum Stuttgart
19.05.2009
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Rezept für Verse! 
Man suche Worte, voll Spott und Hohn -
wenn möglich, aus dem Lexikon -
und schüttel sie so lang es geht, -
bis entlich dann ein Reim entsteht.
Dann bring das ganze zu Papier -
und diesen Krampf sevier dann hier! -
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Ein Wiedersehen in meinem Elternhaus in Polen – 
- am 24.07.2009, nach 64 Jahren -
Ich bin nervös, - Gedanken kreisen, -
weil, – was erwartet mich wohl da, -
was ich an Bildern in mir trage –
sind sie vielleicht längst nicht mehr wahr? –
Mein Blutdruck steigt, - die Stunden fliegen –
ich sitz im Wagen vorne rechts,
mein Sohn hält ruhig noch das Steuer –
er ist der erste, - des Geschlechts! –
Doch hinten in des Wagens Sitzen –
da kuschelt sich mein treues Weib, -
dazu vernehmen wir noch Spritzen, -
die Filius hält für uns bereit! –
Der Wagen frisst die Kilometer –
und wir verlassen unser Land,
wir tauchen ein in diese fremde, -
die sich doch einst mit mir verband! –
Ich seh’ das Schild, - Stadt meiner Heimat, -
mein Herz schlägt einen neuen Takt –
mein Kopf ist wirr, - Gedanken kreisen –
weil mich Erwartungsfieber packt! –
Feucht sind bereits schon meine Hände –
und angespannt der ganze Leib, -
werd’ ich mein Elternhaus auch finden –
wonach die Sehnsucht nun schon schreit? –
Gedanken schwirren durcheinander –
hab ich auch alles gut bedacht, -
was ist, - wenn wir das Haus nicht finden, -
wird man verspottet und verlacht? –
Worte der Sprache schrieb ich weise, -
die ich als Kind bereits vernahm, -
um zu befragen hier die Greise –
doch alles ohne Furcht und Gram! –
Den Friedhof - haben wir gefunden, -
jedoch ich fand kein Grab – kein Stein, -
so frisst und schlägt es neue Wunden –
und Zweifel stellt sich wieder ein! –
Ist dies der Ort, wo die Gebeine
des Vaters ruh’n im kühlem Grund, -
auf dass ich hier und jetzt beweine
und stille werd, - auch ohne Fund! –
Wenn gleich es ist ein Ort der Stille –
wo nicht nur eine Seele ruht –
und war vielleicht auch Gottes Wille
Gedenken manch vergossenem Blut! –
Viel Hilfe konnten wir erfahren, -
wenn gleich nicht von Erfolg gekrönt –
so will erlebtes ich bewahren, -
mit Land und Leuten nun versöhnt! –
Nur noch ein Sprung, - dann müsst es kommen –
ich weiß und hab es im Gefühl, -
jetzt heißt es wach sein und besonnen –
nicht zu verfehlen unser Ziel! –
Wohin ich schau, - oder auch blicke, -
sag ich zu jedem Haus nur – nein, -
nichts was ich seh’ dient mir als Krücke –
und trotzdem kann es hier nur sein! –
Wohl längst veraltet sind die Karten,
ein Ortsschild, - leider fehl am Platz –
doch Hilfe kommt meist unerwartet –
und ich mach einen Freudensatz! –
Da schickt uns Gott den guten Engel, -
weist uns den Weg – führt unsere Hand –
und spricht mit uns, der nette Bengel, -
in unserer Sprache, - seinem Land! –
Den Engel, den man uns gesendet, -
er führte uns zum Elternhaus –
das Blatt hat plötzlich sich gewendet –
und Freudentränen müssen raus! –
Da stand es nun, - das Haus der Wiege –
in dem die Kindheit ich verbracht, -
Erinnerungen sind wie Siege, -
hab oft an diesen Tag gedacht! –
Nun bin ich endlich angekommen, -
der weite Kreis schloss heute sich, –
bin immer noch total benommen –
doch glauben kann ich es noch nicht! –
Die Freude hat die Angst verschlungen –
und Euphorie treibt mich voran,
muss all die alten Stätten suchen –
sofern ich sie noch finden kann! –
Der alte Stall, - die große Scheune –
der Raum, - in dem der Vater lag -
und vor dem Haus die beiden Teiche,
doch manches fehlt – was ich beklag! –
Wo ist der Pferdestall, - der Schuppen, –
Janinas Zimmer, - unterm Dach, -
wo wir noch spielten einst mit Puppen –
hier spüre ich - manch weh und ach! –
Der Zahn der Zeit fraß manche Beute, -
auch sehr viel schönes konnt’ man sehn –
wird nun gepflegt von neuen Leuten, -
die jetzt auf unseren Wegen geh’n!
Man hat uns herzlich aufgenommen -
und öffnete uns jede Tür –
zu schnell ist da die Zeit verronnen, -
hätt’ ich die Wahl, - ich blieb noch hier! -
Doch nun verlass ich diese Stätte, -
zum zweiten Mal – doch ohne Gram, -
nun schließt das Glied sich in der Kette –
auf meiner langen Lebensbahn! –
Ich sah, - was ich noch sehen wollte –
und nun statt Mutters Augen sah, -
weil sie es nicht mehr sehen sollte –
wie’s heute ist – und früher war! –
Ich bring die Nachricht ihr persönlich, –
doch Gott allein bestimmt den Tag -
bis dahin leb ich frei und fröhlich –
weil ich das Leben einfach mag! -
D. D.
M.den 08.09.2009
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Abendgedanken
Gern sitze ich auf der Terrasse –
Nachmittags mit `ner Kaffeetasse,
dazu natürlich für den Gaumen –
etwas mit Äpfeln oder Pflaumen,
aus eigener Küche, - jetzt nur selten –
vergesse ich das Leid der Welten! –
Doch neigt der Abend sich so dann –
spricht mich ein kühles Weizen an, -
weil ich mich zwischen fünf und sieben
meist hab im Garten rum getrieben –
wo Gras und Unkraut nach mir schreit,
weil niemand sonst hier hat noch Zeit! –
Die Pflicht des Tages ist vergessen –
die Blumen haben auch ihr Essen, -
auch sonst, - so mein ich - ist’s OK –
nur noch das Kreuz - tut etwas weh –
doch nach dem zweiten kühlen Trunk –
fühl ich mich jung – und auch gesund! –
Der Abend ist heut warm und klar –
2011 heißt dieses Jahr! –
Die Hälfte vom August verstrichen –
die Regenzeit noch nicht gewichen, -
ein Sommer wie ihn niemand mag –
mit Gicht und Rheuma eine Plag! –
Darum genieß ich diesen Tag, -
der Wärme brachte, - die ich mag –
doch oft schon denk ich ohne Frage, -
an das was ich gelesen habe –
ich schreib es auf, - im Fall der Fälle –
doch leider nicht aus meiner Quelle! –
„Es kann der letzte Sommer sein,
der meine und der deine,
nimm dankbar jede Stunde wahr,
als gäb’ es nur die eine“
19.08.2011 D.D.
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